Buchmalerei im Irland-Lexikon
Eine besondere Sehenswürdigkeit Irlands ist das Book of Kells. Das Buch ist ein herausragendes Exemplar, der mittelalterlichen Buchmalerei Irlands aus dem 7. bis zum 10. Jahrhundert. Nicht nur für Kunstkenner oder Historiker von Bedeutung, sondern auch für den mit Geschichte & Co. eher unerfahrenen Irland-Besucher überaus interessant!
Vier Evangelien mit ganzseitigen Bildern von Maria mit ihrem Kind, Christus und den Evangelisten sind im Book of Kellys enthalten. Die Texte und Bilder des Buches sind in Farbe. Die einzelnen Seiten sind jeweils überaus aufwendig mit hochwertigen Verzierungen bestückt, wie z. B. mit filigranen Mensch- und Tiermotiven. Die Verzierungen sind Muster im Stil der Kelten.
Über die Herkunft des Buches kann nur spekuliert werden. Es wird vermutet, dass das Book of Kells vor der schottischen Westküste im Kloster Iona hergestellt wurde. In der Zeit als die Wikinger die schottische Westküste bedrohten, wurde das sehenswerte Buch aus Angst es zu verlieren nach Irland gebracht.
In der irischen Grafschaft Meath soll das Buch im Jahre 1006 aus dem Kells Kloster gestohlen worden sein. Als das Kloster im 15. Jahrhundert aufgelöst wurde, tauchte das Book of Kells wieder auf. Allerdings fehlte der wertvolle goldene Einband.
Viele verschiedene Privatpersonen waren für kürzere Zeit im Besitz des legendären Buches. Im 17. Jahrhundert wurde es dem Trinity College in Dublin übergeben. Bis heute kann es dort immer noch komplett bestaunt werden. Zwei Seiten des Book of Kells sind allerdings in einer Glasvitrine ausgestellt.
Das Book of Kells gilt also nicht umsonst als eine bedeutende, irische Buchmalerei. Der Anblick des Buches ist sehr ergreifend.



